Veranstaltungs­details

„Sippenhaft“ im KZ Dachau - Gedenkfeier mit Zeitzeugen 80 Jahre nach der Einlieferung von Angehörigen von NS-Gegnern

05. Apr 2025 15:00 - 16:30 Uhr

In der Nacht vom 8. auf den 9. April 1945 trafen vom KZ Flossenbürg kommend mehrere Wittelsbacher, nach deren NS-kritischem Familienoberhaupt Rupprecht Kronprinz von Bayern gefahndet wurde, im KZ Dachau ein, in der Nacht vom 16. auf den 17. April 1945 dann zahlreiche Familienmitglieder aus dem Umfeld des 20. Juli 1944 und von anderen Widerstandskämpfern von Schönberg (Niederbayern) aus. Um den 26. April 1945 wurden diese sogenannten „Sippenhäftlinge“ als Geiseln der SS in Richtung Alpen weitertransportiert, wo sie einige Tage später befreit wurden.

 

Für eine Mitwirkung bei der Gedenkfeier konnte Valerie Riedesel Freifrau zu Eisenbach gewonnen werden, Enkeltochter des Widerstandskämpfers Cäsar von Hofacker und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung 20. Juli 1944. Sie wird aus den Erinnerungen ihrer Mutter Anna-Luise von Hofacker lesen, die als Jugendliche unter den „Sippenhäftlingen“ im KZ Dachau war. Als Ehrengäste haben Franz Herzog von Bayern (Enkel von Rupprecht von Bayern) und Achim Baron von Kutzschenbach (Enkel von General Friedrich Paulus, der 1943 in Stalingrad kapitulierte und in sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1944 zum Widerstand gegen Hitler aufrief) zugesagt, die als Kinder in „Sippenhaft“ waren. Zudem nehmen Nachkommen von „Sippenhäftlingen“ aus den Familien Stauffenberg und Goerdeler an der von Kirchenrat Dr. Björn Mensing gestalteten Gedenkfeier teil.

 

In Kooperation mit: Stiftung 20. Juli 1944

Veranstaltungsort

Versöhnungskirche Dachau
Alte Römerstraße 87
85221 Dachau

Eintritt Frei

Veranstalter

Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Alte Römerstr. 87
85221 Dachau